Kunst & Kultur
Herausforderungen
Unterschiedlichste Themen mit eigener Geschichte, Zielgruppen von Fachpublikum bis Schulklasse und eine wachsende Erwartungshaltung an Formate: Kultureinrichtungen bewegen sich in einem besonderen Spannungsfeld. Von ihnen wird erwartet, Haltung im gesellschaftlichen Diskurs zu zeigen, neue Perspektiven zu eröffnen und Inhalte zugänglich zu machen.
Viel zu zeigen. Zu wenig Sichtbarkeit.
Oft gibt es mehr zu zeigen, als je sichtbar wird. Inhalte, Sammlungen, Geschichten die oft kaum jemand erreichen. Mit unserer Arbeit schaffen Sichtbarkeit, die auch der Tiefe gerecht wird.
Neue Formate. Dieselbe Haltung.
Um neue Zielgruppen zu begeistern, setzen viele Häuser auf interaktive, digitale Besuchserlebnisse. Wir entwickeln Anwendungen, die ihre Inhalte tragen und zur Marke und ihrer Haltung passen.
Viele Zielgruppen. Eine Identität.
Fachpublikum, Schulklasse, Tourist:innen, Förder:innen – selten spricht eine Marke so viele Menschen gleichzeitig an. Wir gestalten Identitäten, die im Spagat zwischen Seriosität und Zugänglichkeit konsistent bleiben.
Viele Kanäle. Knappe Ressourcen.
Kultureinrichtungen bespielen viele Kanäle, oft ohne festes Designteam. Das Ergebnis: Inkonsistenz, die Vertrauen kostet. Wir gestalten Markensysteme, die sich über alle Kanäle einfach und konsistent anwenden lassen.
Unser Prozess
Was ist der Kontext? Am Anfang jedes Prozesses steht die Auseinandersetzung – mit dir, deiner Vision und deinem Umfeld. Mit der Vision vor Augen setzen wir unseren Fokus und beginnen, konzeptbasierte Antworten auf die Herausforderungen deines Projekts zu finden. So individuell wie du.
Kompetenzen
fjnland ist Sehnsuchtsort kluger Kommunikation. Unser Ziel ist es, Marken glaubhaft und erlebbarer zu machen – vom großen Ganzen bis ins kleinste Detail. Gemeinsam mit unseren Kund:innen, arbeiten wir für ein besseres Morgen, um einen bleibenden Einfluss zu hinterlassen.
Markenstrategie
Konsistenz entsteht durch Klarheit. Gemeinsam mit unseren Kund:innen erarbeiten wir die substanzielle Basis ihrer Marke. Mit einem klaren Verständnis für Werte, Vision und Positionierung werden Entscheidungen einfacher, Kommunikation treffsicherer und die Marke erkennbar als das, was sie ist. Markenstrategie nicht als Selbstzweck, sondern als Fundament.
Markendesign
Strategie braucht ein Gesicht, das den Charakter deiner Marke kommuniziert. Wir verstehen Design nicht als Dekoration, sondern als visuelle Übersetzung von Werten und Haltung. Mit Schrift, Farbe, Raum und Rhythmus entwickeln wir einen Auftritt, der den Charakter der Marke erzählt, Resonanz erzeugt und Vertrauen schafft.
Markenkommunikation
Welche Botschaft eine Marke über welchen Kanal in welcher Form kommuniziert, entscheidet, wie sie wahrgenommen wird. Statt Markenkommunikation in einzelne Berührpunkte zu fragmentieren, entwickeln wir zusammenhängende, in sich stimmige Markenwelten – über Kampagnen, Publikationen und Social Media hinweg.
Markenerlebnisse
Ästhetik baut Vertrauen auf und gibt der Narration einer Marke ihre visuelle Stimme. Das Design eines Onlineshops oder einer App ist daher nie Selbstzweck. Es ist der erste Kontaktpunkt von Menschen mit einer Marke. Wir gestalten digitale Produkte, die zur Marke passen und ihre Haltung zum Ausdruck bringen.
Zusammenarbeit
Kommunikation ist nur gut, wenn sie verstanden wird. Das gilt auch für die Tools unserer Zusammenarbeit. Als Kund:in erhältst Zugang zu deinem persönlichen Dashboard. Chat, E-Mail, Kalender, Dateien, Links – das alles findest du an einem einzigen Ort, sodass wir immer nur einen Klick entfernt sind.
Ausgewählte Projekte
Häufige Fragen
Was macht eine Marke für Kultureinrichtungen anders als für Unternehmen?
Viele Kultureinrichtungen haben das Gefühl, dass die klassischen Markenregeln bei ihnen nicht greifen und das stimmt auch zu einem gewissen Teil. Eine Unternehmensmarke folgt dem Umsatz, eure Marke folgt eurem Auftrag. Ihr verkauft kein Produkt, ihr vertretet eine Haltung, eine Sammlung, eine gesellschaftliche Funktion. Euer Markenwert entsteht nicht nur durch Konversion, sondern durch Vertrauen und dieses Vertrauen muss über Leitungswechsel, Jahrzehnte, Förderphasen hinweg tragen. Was die Sache zusätzlich schwer macht: Ihr konkurriert nicht nur mit anderen Museen oder Theatern, sondern mit Netflix, mit Social Media, mit allem, was um die Aufmerksamkeit eurer potenziellen Besucher:innen kämpft. Eure Marke braucht deshalb dieselbe emotionale Zugkraft wie kommerzielle Marken – nur dass euch dafür andere Mittel zur Verfügung stehen: Haltung und Substanz statt Werbebudget. Genau deshalb beginnen wir nie mit dem Erscheinungsbild. Wir beginnen gemeinsam mit euch mit der Frage, wofür eure Institution wirklich steht. Erst wenn das klar ist, bekommt Design eine Richtung.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Rebranding?
Wenn sich im Haus etwas verändert – ein neues Leitungsteam, bauliche Veränderungen, eine strategische Neuausrichtung, ein runder Jahrestag – ist es ganz natürlich, sich zu fragen, ob der Auftritt mitziehen muss. Schwieriger wird es, wenn ein Rebrand intern als Selbstzweck diskutiert wird, ohne dass klar ist, was sich strategisch eigentlich verändert hat und warum dieser eigentlich durchgeführt wird. Wir gehen mit euch zuerst eine andere Frage durch: Hat sich eure Arbeit, euer Publikum oder euer Umfeld grundlegend verändert und bildet eure aktuelle Identität das noch ab? Wenn ihr da unsicher seid, ist das genau der richtige Ausgangspunkt für ein gemeinsames, unverbindliches Erstgespräch.
Wie spricht man gleichzeitig Fachpublikum und breite Öffentlichkeit an?
Der Druck, es allen recht zu machen, lastet auf vielen Einrichtungen und die ehrliche Antwort nimmt davon etwas weg: Es geht nicht gleichzeitig, und nicht mit einem einzigen Ton. Stell dir dich selbst als Beispiel vor: Du bleibst dieselbe Person, doch du veränderst den Ton – die Färbung deiner Stimme –, je nachdem, mit wem du in welcher Situation sprichst. Genauso kann eine Marke einen gemeinsamen Kern haben, Werte, visuelles System, Haltung, und trotzdem in verschiedenen Kontexten verschieden klingen. Wir sehen oft, wie sehr sich Einrichtungen mit genau diesem Spagat aufreiben und in einer Mitte landen, die niemanden wirklich anspricht. Der Stakeholder findet es zu verspielt, junges Publikum zu steif. Die gute Nachricht: Die Lösung liegt nicht im einzelnen Text, sondern in der Struktur dahinter. Wenn klar ist, für wen welcher Kanal gedacht ist, wird auch der richtige Ton für jeden einzelnen klar und ihr müsst euch nicht mehr zwischen den Gruppen entscheiden.
Was unterscheidet eine gute digitale Anwendung von einer schlechten?
Die Sorge, am Ende ein teures, kaum genutztes Tool zu haben, ist absolut berechtigt und meist entscheidet sich das schon ganz am Anfang. Eine gute App hat eine inhaltliche Entscheidung hinter sich. Sie ist nicht gebaut, um Technologie zu zeigen, sondern weil es Inhalte gibt, die sich beispielsweise physisch nicht vollständig erfahren lassen. Und sie weiß genau, was sie hinzufügt, was der Rundgang im Haus nicht kann. Konkret heißt das: klare Navigation, Offline-Verfügbarkeit, Inhalte, die vertiefen statt wiederholen, und ein visuelles Erscheinungsbild, das zur Gesamtidentität eurer Institution passt. Schlechte Apps entstehen fast immer aus denselben Gründen – unklares Ziel, fehlende Verzahnung mit der inhaltlichen Strategie, niemand mehr zuständig nach dem Launch. Das lässt sich aber von Anfang an vermeiden. Denkt eine App als Publikation mit eigenem Argument, eigener Dramaturgie, eigenem Zweck, dann entsteht auch kein Tool, das nach drei Updates wieder verschwindet.
Ab welchem Punkt lohnt sich eine eigene App?
Bevor überhaupt über Inhalte gesprochen wird, kommt fast immer zuerst die Budgetfrage – verständlich, aber bei einer App für eine Kultureinrichtung ist die Frage nach dem ROI eigentlich die falsche Frage. Eure App muss sich nicht rechnen wie ein Shop, genauso wenig wie ein Flyer oder eure Website. Sie rechtfertigt sich durch den Nutzen für euer Vermittlungsziel. Eine App lohnt sich, wenn euer Inhalt räumlich oder zeitlich über das Haus hinaus getragen werden soll, ein bestehendes Audioguide-System eure Anforderungen nicht mehr abdeckt, oder Fördermittel eine digitale Vermittlungskomponente verlangen. Und ein beruhigender Nebeneffekt: In geförderten Projekten lassen sich Apps häufig kostenneutral realisieren, die eigentliche Frage ist dann gar nicht das Budget, sondern das Konzept. Wir klären diese Frage gern gemeinsam mit euch: Was kann die App, was der Audioguide nicht kann? Sobald das beantwortet ist, beantwortet sich auch, ob sie sich lohnt.
Wie stellt man sicher, dass das neue Corporate Design intern konsistent angewendet wird?
Ein neues CD wird entwickelt, alle sind begeistert und ein Jahr später sieht jede Abteilung wieder anders aus. Kommt euch das bekannt vor? Das liegt selten an mangelndem Willen, sondern an der Lösung selbst: Ein CD-Manual, das in einem Ordner liegt und höchstens einmal im Jahr aktualisiert wird, kann diese Konsistenz einfach nicht leisten. Was zuverlässig funktioniert, sind Designsysteme: dokumentierte, modular aufgebaute Komponenten, die so gestaltet sind, dass der einfache Weg automatisch der konsistente ist. Beim MPZ München haben wir genau das umgesetzt – ein CD-Manual, das Logo, Farbe und Typografie so erklärt, dass auch externe Partner und interne Teams ohne Design-Ausbildung sicher damit arbeiten können. Kein starrer Regelkatalog, sondern ein Werkzeugkasten, den jede:r nutzen kann. Und noch etwas, das oft unterschätzt wird: Eure interne Akzeptanz entsteht durch Beteiligung, nicht durch Anweisung. Wer beim Prozess von Anfang an dabei war, trägt das Ergebnis später auch mit.
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