Interaktive Web-App, UX/UI und Visual Identity für die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Sachsenhausen
Dingen auf der Spur

Dingen auf der Spur










Kontext
Zwei der wichtigsten Gedenkstätten Deutschlands stehen vor einer Frage, die mit jedem Jahr drängender wird: Was bleibt, wenn die Zeitzeug:innen verstummen? Gegenstände können zwar nicht sprechen, doch tragen auch sie die unzähligen Geschichten aus dieser Zeit weiter. Genau hier setzen die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Sachsenhausen an. Sie wollten ihre Geschichte für eine junge Zielgruppe öffnen: Schüler:innen zwischen 16 und 18, mit klassischen Vermittlungsformaten kaum noch zu erreichen. In Zeiten schwindender Erinnerung und wachsendem Antisemitismus brauchte es einen Zugang, der sensibilisiert, ohne zu überfordern. Es gab kein Corporate Design zum Andocken, keine bestehende Plattform, kein Vorbild. Gefragt war eine eigenständige visuelle Sprache, die beide Orte gleichwertig trägt, das Thema ernst nimmt und junge Menschen nicht ausschließt.
Methode
Wir haben die Identität dort gesucht, wo sie hingehört: am Ort selbst. Viereck, Dreieck und Kreis zeichnen sich in den Grundrissen der ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen ab. Diese drei Formen wurden zur gestalterischen DNA des gesamten Projekts. Logo, zehn Themen-Icons, Layout und Bildsprache leiten sich aus ihnen ab. Farbsystem und Typografie folgten demselben Prinzip: Zurückhaltung, wo das Thema Raum braucht, Akzente, wo Orientierung Pflicht ist. Die zweite Säule war die Zielgruppe selbst. Gemeinsam mit unserem Entwicklungspartner Zum Kuckuck bauten wir UX und UI auf Heuristiken, die Schüler:innen aus Instagram, Spotify und Tinder kennen: Swipe, Navigation, Sharing. Gamification wie versteckte Hinweise und Scrollytelling mit 3D-Objektansicht erhöhen die Motivation, ohne das Thema zu verharmlosen.
Ergebnis
„Dingen auf der Spur" hat eine Bildsprache, die nicht ausgeliehen ist. Jedes Icon, jede Form, jede Farbe lässt sich zurückführen: auf den Grundriss, auf das Thema, auf die Zielgruppe. Aus unserer Arbeit an Visual Identity, Designsystem und UX/UI ist ein digitales Erlebnis entstanden, das über alle Screens trägt, vom Introscreen bis zur Objekt-Journey. Die App ist live unter dingenaufderspur.de und wird aktiv in Bildungsformaten eingesetzt. Und sie ist so angelegt, dass neue Objekte, Themen und Erweiterungen im bestehenden System wachsen, ohne neu gedacht werden zu müssen.
Kund:in
Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Branche
Release
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Zwei der wichtigsten Gedenkstätten Deutschlands stehen vor einer Frage, die mit jedem Jahr drängender wird: Was bleibt, wenn die Zeitzeug:innen verstummen? Gegenstände können zwar nicht sprechen, doch tragen auch sie die unzähligen Geschichten aus dieser Zeit weiter. Genau hier setzen die KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Sachsenhausen an. Sie wollten ihre Geschichte für eine junge Zielgruppe öffnen: Schüler:innen zwischen 16 und 18, mit klassischen Vermittlungsformaten kaum noch zu erreichen. In Zeiten schwindender Erinnerung und wachsendem Antisemitismus brauchte es einen Zugang, der sensibilisiert, ohne zu überfordern. Es gab kein Corporate Design zum Andocken, keine bestehende Plattform, kein Vorbild. Gefragt war eine eigenständige visuelle Sprache, die beide Orte gleichwertig trägt, das Thema ernst nimmt und junge Menschen nicht ausschließt.
Methode
Wir haben die Identität dort gesucht, wo sie hingehört: am Ort selbst. Viereck, Dreieck und Kreis zeichnen sich in den Grundrissen der ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen ab. Diese drei Formen wurden zur gestalterischen DNA des gesamten Projekts. Logo, zehn Themen-Icons, Layout und Bildsprache leiten sich aus ihnen ab. Farbsystem und Typografie folgten demselben Prinzip: Zurückhaltung, wo das Thema Raum braucht, Akzente, wo Orientierung Pflicht ist. Die zweite Säule war die Zielgruppe selbst. Gemeinsam mit unserem Entwicklungspartner Zum Kuckuck bauten wir UX und UI auf Heuristiken, die Schüler:innen aus Instagram, Spotify und Tinder kennen: Swipe, Navigation, Sharing. Gamification wie versteckte Hinweise und Scrollytelling mit 3D-Objektansicht erhöhen die Motivation, ohne das Thema zu verharmlosen.
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„Dingen auf der Spur" hat eine Bildsprache, die nicht ausgeliehen ist. Jedes Icon, jede Form, jede Farbe lässt sich zurückführen: auf den Grundriss, auf das Thema, auf die Zielgruppe. Aus unserer Arbeit an Visual Identity, Designsystem und UX/UI ist ein digitales Erlebnis entstanden, das über alle Screens trägt, vom Introscreen bis zur Objekt-Journey. Die App ist live unter dingenaufderspur.de und wird aktiv in Bildungsformaten eingesetzt. Und sie ist so angelegt, dass neue Objekte, Themen und Erweiterungen im bestehenden System wachsen, ohne neu gedacht werden zu müssen.
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